Cape Tribulation an der Ostküste Australiens – Riff trifft Regenwald

Grünblaues Meer, weißer Strand und dichter Regenwald – Cape Tribulation ist beinahe kitschig schön. An der Küste Queenslands in Australien, gut 100 Kilometer nördlich der Stadt Cairns, grenzen zwei Unesco – Weltnaturerbestätten aneinander: das Great Barrier Reef und der Daintree Rainforest.

Das Meer glitzert türkisblau, der Strand strahlt weiß, und die dunkelgrünen Hügel dahinter sind ein perfekter Kontrast. Ein Anblick, der die Stimmung hebt. Heute gilt die Landzunge Cape Tribulation als einzigartig, denn hier treffen zwei Unesco – Weltnaturerbestätten aufeinander: das größte Riffsystem der Welt, das sogar vom Weltall aus erkennbar ist, und der Daintree Rainforest – mit geschätzten 150 Millionen Jahren der älteste Regenwald der Erde. Zusammen sind sie Heimat Zigtausender Tiere. Allein im Regenwald sind rund 12.000 Arten Insekten und 400 Vogelarten beheimatet.

Der größte dieser Vögel ist der Kasuar, das wichtigste Tier dort im Regenwald. Etwa 1.000 dieser großen Laufvögel mit dem bunten Hals gibt es in dem 170 Quadratkilometer großen Daintree – Nationalpark. Die Vögel fressen nämlich mehr als 200 verschiedene Sorten Nüsse und Früchte, scheiden deren Samen aus und sorgen somit für das Fortbestehen des Waldes.

Ökologisches Bewusstsein der Besucher fördern, das will das neue Informations- und Schulungszentrum Mossman Gorge, das esrt vor vier Monaten eröffnet wurde und 20 Millionen Dollar gekostet hat. Elektrobusse – die ersten in Australien – bringen täglich bis zu 1.500 Besucher in den Nationalpark. Früher fuhren hier dagegen durchschnittlich 250 Autos täglich, in Spitzenzeiten sogar bis zu 750 – eine große Belastung für die Fauna des Schutzgebietes.

Im Daintree – Nationalpark können Besucher den Regenwald auch aus einer ganz anderen Perspektive erleben: beim Jungle Surfing. Angeschnallt wie Bergsteiger geht es dafür einige Stufen hinauf zur ersten Plattform. Das sieht zunächst gar nicht schlimm aus. Also festhalten, leicht abspringen und los geht die recht langsame Fahrt zur nächsten Station. Doch im Laufe dieser Reise durch die Baumkronen werden die Plattformen höher (bis zu 75 Meter) und die Fahrten rasanter.

Bildquelle: Mark Forrester / Flickr.com

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