Range Rover Sport – Luxus, Geländetauglichkeit und Sportlichkeit

Es ist ein mächtiges Auto. Zwar geht die Länge mit 4,85 Metern in Ordnung, aber er ist 2,07 Meter breit. Das verleiht ihm ungeheure Präsenz, und mit den ausgestellten Kotflügeln, den schmalen Scheinwerfern und großen Lufteinlässen in der Frontschürze trifft er stilistisch die Mitte zwischen dem Range Evoque und dem großen Range Rover, auf dem er auch basiert.

In der letzten Generation diente noch der rustikale Land Rover Discovery als Basis, was den Range
Rover Sport (RRS) pummelig machte. Bis zu 420 Kilo hat er abgespeckt, und wiegt nun 2,1 Tonnen. Für die Fahrdynamik ein wichtiger Faktor. Er soll ja der sportlichste Range Rover sein. Der Dreiliter-Diesel im Test trägt dazu 292 PS und 600 Newtonmeter Drehmoment bei. Die sanft schaltende Achtgang-Automatik sorgt zudem dafür, dass bei Durchzug und Beschleunigung kein Mangel herrscht.

Womöglich würde der ebenfalls drei Liter große TDV6 reichen. Er hat 258 PS, aber auch 600 Newtomrıeter. Mit 59 600 Euro ist er zudem 9900 Euro günstiger als der SDV6. Die ausgewogene Luftfederung, mit der sich das Fahrzeugniveau um 18,5 Zentimeter verändern lässt, ist in jedem Fall an Bord, die aktive Neigungssteugerung, die wirkungsvoll Ablaufbewegungen bekämpft, wenn es mal flott um die Kurven gehen soll – das kann der RRS erstaunlich gut – gibt es aber nur für den kräftigeren Motor im HSE-Dynamic-Paket.

So ausgerüstet kostet der RRS allerdings 77 700 Euro, lässt aber bei der Ausstattung kaumWünsche offen. Außer vielleicht den nach einer anderen Außenfarbe als Weiß, was mindestens 1 100 Euro kostet, sowie einem in Kontrastfarbe lackiertem Dach (plus 625 Euro). Und eine Anhängerkupplung wäre schön, damit man sich die Zugkraft von bis zu 3,5 Tonnen zunutze machen kann.

Beim Blick in die Preisliste stellt man leider fest, dass fast alle Assistenzsysteme, vom Einparkassistenten (680 Euro) über den Toter-Winkel-Warner (520 Euro) bis zum adaptiven Tempomaten (2 000 Euro) extra kosten. Wer auf dem Heimweg öfter Flüsse überqueren muss, der sollte noch das Wade-Sensing-System für 350 Euro in Betracht ziehen, bei dem auf dem Display im Armaturenbrett dargestellt wird, wie tief das zu durchfahrende Wasser ist. Ausreichend geländegängig ist der RRS ja ohnehin. Im Inneren aber ister gar nicht rustikal.

Feine, weiche Materialien, konsequente Linien und hochwertige Schalter sind auf dem Niveau der
deutschen Konkurrenz, heben sich im Design aber wohltuend von ihr ab. Was bei der Bedienung des Entertainment-Systems per Touchscreen ein wenig Eingewöhnung erfordert.

Man hält sich aber wirklich gerne auf in diesem großen, erhabenen Auto. Das gilt auch für die Hinterbänkler. Was also fehlt no ch zum Glück mit dem Range Rover Sport? Abgesehen vom nötigen Kleingeld der eigene Landsitz in dessen weitläufıger Umgebung man ihn sowohl auf der Straße als auch offro ad ausfahren könnte. In der Stadt nämlich wird dieser große Luxus-Geländewagen dann doch eher zum Hindernis.

Bildquelle: landrovermena / Flickr.com

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