GTÜ testet 10 Poliermaschinen

Die meisten Autofahrer kennen das Problem: Der ursprünglich wunderschön glänzende Lack des PKWs wird im Lauf der Zeit matt. Technisch betrachtet ist das kein großes Problem. Man muss den Lack nur aufpolieren.

Der Handel bietet dazu auch eine ganze Reihe von unterschiedlichen Poliermaschinen an. Die billigsten Geräte bekommen Sie für ca. 30 Euro, professionelle Geräte kosten bis zu ca. 400 €. Bei dieser Preisspanne lohnt es sich schon, Preise und Leistungen der einzelnen Geräte kritisch zu vergleichen. Genau dies hat die GTÜ (Gesellschaft für technische Überwachung) in ihrem Poliermaschinentest 2014 mit 10 Geräten gemacht.

Wie hat die GTÜ getestet?

Als Testobjekt diente ein dunkelblauer BMW 520 aus dem Baujahr 1997. Es wurde für alle Maschinen das gleiche Poliermittel verwendet. Die Poliermaschinen wurden in Hinblick auf Ausstattung, Anwendung, Wirkung und Preis getestet.

Bei der Ausstattung zählten die Verarbeitung und Verpackung, das Zubehör, die Anleitung und das Vorhandensein einer Kindersicherung. Die Kindersicherung fehlte leider bei vielen der getesteten Geräte. In diesem Testabschnitt hätten 20 Punkte erreicht werden können, was aber keine der getesteten Maschinen schaffte. Am besten schnitt hier die Westfalia Profi-Poliermaschine 230 V mit 16 Punkten ab.

Im Testblock Anwendung wurden die Handhabung, Einstellmöglichkeiten, Laufeigenschaften, die Wärmeentwicklung während des Arbeitens und das Arbeitsgeräusch bewertet. Oft bemängelt wurden hier zu kurze Kabel, von oft nur 2 m Länge, die kein komfortables Arbeiten zulassen.

Während des Tests hat sich herausgestellt, dass die Polierteller nicht zu groß sein sollten, weil dann das Arbeiten an kompliziert gestalteten Teilen der Karosserie sehr schwierig wird. Ideal sind Abmessungen von 122 bis 145 mm. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass die Polierpads deutlich größer als die Polierteller sind. Sonst kommt es schnell zu Kratzern durch ungeschickte Bewegungen der Polierteller. Hier wären 40 Punkte zu erreichen gewesen. Auch dies schaffte keines der Geräte. Die Flex PE 14-2 kam immerhin auf 37 Punkte.

Im Testabschnitt Wirkung wurden der Glanzgrad, der Glanzschleier, das optische Polierergebnis und die Kratzerentfernung bewertet. Von den möglichen 40 Punkten in diesem Testabschnitt erreichten drei Geräte 34 Punkte: die Flex PE 14-2, die Kunzer 7 PM 03 und die Makita 9227CB.

Die Preise der Poliermaschinen im Test reichten von 35 Euro für die Cartrend MS 338-A, eine Exzentermaschine, bis zu 390 Euro für die Flex PE 14-2, eine Rotationsmaschine.

Das Testergebnis

Von 10 getesteten Poliermaschinen erhielten zwei die Bewertung nicht empfehlenswert. Beides waren Exzentermaschinen am unteren Ende des Preisspektrums.

Vier Maschinen wurden als bedingt empfehlenswert beurteilt und drei Maschinen bekamen die Beurteilung empfehlenswert. Dies waren die Kunzer 7 PM 03 mit einem Preis von 118 Euro, die Makita 9227CB für 388 Euro und die Krauss Superpolisch P7 mit einem Preis von 159 Euro.

Nur der Testsieger, die Flex PE 14-2, erhielt die Beurteilung sehr empfehlenswert. Mit 390 Euro war sie auch knapp die teuerste Maschine im Test.

Fazit

Dieser Test hat gezeigt, dass ein höherer Preis zwar nicht automatisch zu einer besseren Leistung der Maschine führt, die Maschinen für unter 100 Euro aber generell nicht empfehlenswert sind. Allerdings hatte auch die Skill 9955, mit einem Preis von 159 Euro, nur die Bewertung bedingt empfehlenswert erreicht.

Bildquelle: Götz/GTÜ

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